Informationselektroniker*in

Nicht nur beim Rap kommt es auf den "flow" an. Auch wenn es um Informationen geht, ist der richtige Fluss von Bedeutung. An diesem Punkt kommst du als Informationselektroniker ins Spiel.

In deinem Beruf befasst du dich mit informationstechnischen Systemen im professionellen und im privaten Bereich sowie mit dem Massenkommunikationsmittel Rundfunk und der Unterhaltungselektronik. Auch Telekommunikations- und Funkanlagen zur Individualkommunikation mittels Bild, Ton und sonstiger Daten spielen eine Rolle. 

Beruf mit Einsatzgebieten: Geräte-, IT- und Bürosystemtechnik, Sende-, Empfangs- und Breitbandtechnik, Brandschutz- und Gefahrenmeldeanlagen, Telekommunikationstechnik.

Bei PC oder Mac, Workstation oder Netzwerk, Windows oder Linux kann niemand allumfassend über jede Hard- und Software, jedes Betriebssystem und jede Anwendung Bescheid wissen. Deine Herausforderung ist es, die gängigsten Systeme zu installieren, IT-Sicherheit zu gewährleisten und die EDV-Anlage an die aktuellen Anforderungen anzupassen. Abgerundet wird dein Arbeitsgebiet durch den Umgang mit Bürokommunikationsanlagen und Spezialgebiete wie Kopiergeräte jeder Größenordnung.

Das Zusammenwachsen der Informations- und der Kommunikationstechnik führt früher oder später zu neuen Multimediasystemen und zum "intelligenten Haus". Das Tempo der Innovationen und die Vielfalt der Dienste, denen die Fantasie keine Grenzen setzt, lassen sicher keine Langeweile aufkommen.

 

Informationselektroniker*in: Systeme installieren und Sicherheit gewährleisten

Gut gebraucht werden deine Dienste in Arztpraxen, Anwaltskanzleien und in jedem Kleinbetrieb besteht Bedarf an einer passenden Kommunikationslösung oder kleinen EDV-Netzwerken. 

Voraussetzungen

Interesse an modernster Technik, Bereitschaft zur ständigen Fortbildung und Spaß am Umgang mit Menschen solltest du für diesen Beruf mitbringen. Für die Berufsausbildung ist kein formaler Schulabschluss vorgeschrieben. Die Anforderungen werden vom jeweiligen Ausbildungsbetrieb festgelegt. Neben dem vom Ausbildungsbetrieb gewünschten Schulabschluss sind sehr häufig die Motivation und Leistungsbereitschaft entscheidende Einstellungskriterien. Auch bereits absolvierte (Schul-) Praktika sind oft von Vorteil.

Ausbildungsinhalte

Bei Abschluss des Berufsausbildungsvertrages muss ein Einsatzgebiet gewählt werden. Das Einsatzgebiet wird vom Ausbildungsbetrieb festgelegt:

1.Geräte-, IT-und Bürosystemtechnik,
2.Sende-, Empfangs-und Breitbandtechnik,
3.Brandschutz-und Gefahrenmeldeanlagen oder
4.Telekommunikationstechnik 

(1) Die Berufsausbildung gliedert sich in:
1. berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie
2. integrativ zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten.

Die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sind in Berufsbildpositionen als Teil des Ausbildungsberufsbildes gebündelt.
(2) Die Berufsbildpositionen der berufsprofilgebenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sind:
1. Durchführen von betrieblicher und technischer Kommunikation sowie Informationsverarbeitung,
2. Planen und organisieren der Arbeit,
3. Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen,
4. Beraten und Betreuen von Kunden und Kundinnen,
5. Prüfen und Einhalten von Datenschutz- und Informationssicherheitskonzepten,
6. Prüfen und Beurteilen von Schutzmaßnahmen an elektrischen Anlagen und Geraten,
7. Analysieren von Systemen der Informations- und Kommunikationstechnik,
8. Messen und Analysieren physikalischer Kennwerte an Systemen der Informations- und Kommunikationstechnik,
9. Projektieren der Arbeit,
10. Montieren, Installieren und Integrieren von Systemen der Informations- und Kommunikationstechnik,
11. Parametrieren, Inbetriebnehmen und Übergeben von Systemen der Informations- und Kommunikationstechnik,
12. Installieren, Programmieren, Einrichten und Testen von Software zur Steuerung der Systeme
13. Bedienen und Administrieren von Systemen der Informations- und Kommunikationstechnik,
14. Sicherstellen des Betriebes von Systemen der Informations- und Kommunikationstechnik,
15. Umsetzen und Integrieren von Datenschutz- und Informationssicherheitskonzepten und
16. Warten, Instandhalten, Betreiben und Optimieren von Systemen der Informations- und Kommunikationstechnik.

(3) Die Berufsbildpositionen der integrativ zu vermittelnden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sind:

1. Organisation des Ausbildungsbetriebes, Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht,
2. Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit,
3. Umweltschutz und Nachhaltigkeit sowie
4. digitalisierte Arbeitswelt.

(4) Die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten nach den Absätzen 1, 2 und 3 sind in einem der Einsatzgebiete der Informations- und Kommunikationstechnik zu vermitteln.

 


Dauer, Berufsschule, Prüfungen & Vergütung

Ausbildungszeit: 3,5 Jahre

Berufsschule: Berufliche Schule Farmsen Medien Technik (BS 19)

Teil 1 der Gesellenprüfung: Soll vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden. Teil 1 der Gesellenprüfung findet im Prüfungsbereich elektrotechnische Anlagen und Betriebsmittel statt.

Teil 2 der Gesellenprüfung: Findet am Ende der Ausbildungszeit statt und erstreckt sich auf die in der Anlage aufgeführten Qualifikationen sowie auf den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist. 

Die Informationselektroniker werden durch die zuständige Innung für Informationstechnik geprüft

Ausbildungsvergütung für Verträge mit Ausbildungsbeginn 01.01.2021:
1. Ausbildungsjahr: 550,00 €  
2. Ausbildungsjahr: 649,00 €
3. Ausbildungsjahr: 742,50 €
4. Ausbildungsjahr: 770,00 €

Ausbildungsvergütung für Verträge mit Ausbildungsbeginn 01.08.2021: 
1. Ausbildungsjahr: 700,00 €  
2. Ausbildungsjahr: 750,30 €
3. Ausbildungsjahr: 850,00 €
4. Ausbildungsjahr: 900,00 €

  
Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge

2014 = 26 davon 5 weiblich
2015 = 26 davon 3 weiblich
2016 = 10 davon 0 weiblich
2017 = 17 davon 0 weiblich
2018 = 21 davon 0 weiblich
2019 = 13 davon 0 weiblich